Quellen sichtbar, Werbung raus: drei Änderungen

Diese Seite ist seit wenigen Tagen in Betrieb. In dieser Zeit haben sich drei Dinge geändert, die man als Leser merken sollte – zwei davon sind Verbesserungen, eines war ein Fehler von uns.

Quellen stehen jetzt unter jedem Beitrag, der eine hat

Bisher nannten nur Meldungen ihre Quelle: Rückrufe, Warnungen, Gesetzesänderungen. Die Ratgeber sammelten ihre Belege zwar von Anfang an mit – sie wurden nur nirgends ausgegeben.

Das ist jetzt anders. Wo ein Beitrag sich auf eine Verordnung, ein Merkblatt oder eine Behördenangabe stützt, steht diese Quelle darunter, verlinkt und mit dem Datum, an dem wir sie zuletzt geprüft haben.

Wir haben bei der Gelegenheit alle gespeicherten Quellen nachgeprüft. Zwei führten ins Leere, weil die jeweilige Behörde ihre Website neu gebaut hatte. Beide sind ersetzt – beim Grenzwert für Quarzfeinstaub verweisen wir jetzt direkt auf die Stoffliste der Verordnung statt auf eine Übersichtsseite, die in einem Jahr wieder woanders liegt.

Ein Beitrag ohne Quellenzeile hat keine. Das ist kein Versehen, sondern der Normalfall bei Erfahrungswissen: Wie man Laminat verlegt, steht in keiner Verordnung.

Neu: Projekte und Bauanleitungen

Unter Projekte entsteht ein eigenes Format für Dinge zum Nachbauen – mit Maßen, Materialliste und den Stellen, an denen es beim ersten Versuch schiefgeht.

Eine Entscheidung dazu ist erklärungsbedürftig: Die Abbildungen sind Zeichnungen, keine Fotos. Ein Foto zeigt ein fertiges Ergebnis, eine maßhaltige Zeichnung zeigt die Maße – und wer nachbaut, braucht das zweite. Bei einer Verbindung, die von einem Winkel lebt, ist eine schöne Aufnahme sogar gefährlich: Sie sieht richtig aus, auch wenn der Winkel falsch ist.

Und ein Werbelink, der verschwunden ist

Auf der Startseite stand unter einer Behördenwarnung vor gefährlichen Sägeblatt-Aufsätzen ein Hinweis auf Amazon-Neuerscheinungen zum Thema. Technisch war das ein Fehler in unserer Ausspielung – die Regel, dass unter Warnungen keine Kaufangebote stehen, gab es bereits, sie griff nur an einer von zwei Stellen.

Der Link ist weg. Seither gilt: Unter einem Rückruf oder einer Warnung steht bei uns kein Kaufangebot, und zwar unabhängig davon, wo auf der Seite die Meldung auftaucht. Wer liest, dass sein Gerät gefährlich sein könnte, soll es prüfen – nicht ein neues kaufen.

Bei Ratgebern und Kaufberatungen bleiben die Amazon-Links, gekennzeichnet als Werbung. Womit wir Geld verdienen, steht in der Offenlegung.

Warum wir das aufschreiben

Eine Seite, die Rückrufe meldet und Grenzwerte nennt, lebt davon, dass man ihr glaubt. Dazu gehört, sichtbar zu machen, woher die Angaben kommen – und es auch dann zu sagen, wenn etwas nicht gestimmt hat.

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