Für eine FFP2-Maske der Marke CRD Light läuft ein Rückruf beim Endverbraucher. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) führt den Fall seit 11. September 2026 in ihrer Datenbank „Gefährliche Produkte in Deutschland“. Im europäischen Schnellwarnsystem Safety Gate trägt er die Nummer SR/02431/26.
Woran du erkennst, ob du betroffen bist
Die Behörde führt folgende Angaben: Produktbezeichnung „Filtering Half Mask FFP 2 Maske“, Markenname CRD Light, Modellbezeichnung YY0525, Losnummer 20231217. Als Hersteller ist Jiagmen Yangyang Trading Co., Ltd. eingetragen, als Herkunftsland China. Die Produktbeschreibung lautet: weiße FFP2-Maske mit zwei Ohrschlaufen, verpackt in einer Pappschachtel.
Als Online-Händler nennt die Safety-Gate-Meldung Amazon, ohne eine Artikelnummer anzugeben. Vertriebsländer führt die Meldung nicht auf; gemeldet hat den Fall Deutschland. Ob die Masken auch über österreichische Händler liefen, steht damit nirgends — die Modell- und Losnummer sind das, woran sich die Betroffenheit festmachen lässt, nicht der Kaufort.
Was beanstandet wird
Der Befund der Meldung: Die Gesamtfiltrationskapazität der Maske ist unzureichend, gemessen wurde ein Wert von 42 Prozent. Das Produkt erfülle die Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen deshalb nicht und schütze möglicherweise auch dann nicht richtig, wenn es mit anderen empfohlenen Maßnahmen kombiniert werde. Die Maske entspricht nach Angabe der Meldung weder der PSA-Verordnung noch der europäischen Norm EN 149.
Zur Einordnung der Zahl: EN 149 lässt für eine FFP2-Halbmaske einen Filterdurchlass von höchstens sechs Prozent zu, das Filtermaterial muss also mindestens 94 Prozent zurückhalten. Ein gemessener Wert von 42 Prozent liegt nicht knapp unter der Anforderung, sondern in einer anderen Größenordnung.
Was zu tun ist
Der Importeur hat den Rückruf beim Endverbraucher und die Rücknahme vom Markt veranlasst, beides als freiwillige Maßnahme und wirksam seit 7. September 2026. Wer Masken dieses Modells im Werkstattbestand hat, sollte sie aussortieren und nicht mehr für Arbeiten verwenden, bei denen es auf Atemschutz ankommt.
Eine Rückgabestelle oder einen Ansprechpartner nennt die Meldung nicht. Wer die Masken über Amazon gekauft hat, findet die Bestellung in der Bestellübersicht; ob es eine Erstattung gibt, klärt sich über den Verkäufer der Bestellung.
Einordnung
Atemschutz ist beim Heimwerken kein Randthema. Beim Trennen von Beton, Estrich oder Fliesen entsteht alveolengängiger Quarzstaub, beim Schleifen alter Anstriche und beim Arbeiten an Dämmstoffen kommt Feinstaub dazu. Was dabei zusammenkommt, steht in unserem Beitrag Quarzfeinstaub beim Trennen.
Eine Maske, die nicht filtert, ist in diesen Situationen ungünstiger als gar keine: Sie erzeugt das Gefühl, geschützt zu sein, und verändert damit, wie lange und wie sorglos gearbeitet wird. Wer ohne Maske Fliesen trennt, macht das Fenster auf und hält sich kurz. Wer sich geschützt glaubt, tut das nicht.
Woran sich eine geprüfte Maske erkennen lässt: Auf dem Maskenkörper selbst stehen die Normbezeichnung EN 149:2001+A1:2009, die Schutzstufe FFP2 und die CE-Kennzeichnung mit der vierstelligen Kennnummer der benannten Stelle. Steht das CE-Zeichen nur auf der Verpackung oder fehlt die Kennnummer daneben, ist das ein Grund, genauer hinzusehen.
QuelleBAuA, Datenbank Gefährliche Produkte in Deutschland · abgerufen am 15.9.2026